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Unsere Konzepte

 
  Lesen Sie hier, worauf unsere Arbeit basiert und welche Schwerpunkte wir dabei setzen.


Systemtheorie

Wir fassen Betriebe als soziale Sinn-Systeme auf. Durch ein spezielles Verhältnis zu ihren "Umwelten" und durch interne Erwartungs- und Entscheidungsregeln sind sie weder von außen, noch einfach von innen zu "steuern". Das macht den Blick frei für die sensiblen Stellen, für Veränderungen: Wie beobachtet, verrechnet und kommuniziert man bisher " Bedeutsames" von "Unwichtigem".

Menschen werden durch eine systemtheoretische Sichtweise nicht "anonymisiert". Vielmehr kann organisationales Wissen von personalem Wissen klar unterschieden und über eindeutige Erwartungsstrukturen sinnvoll miteinander verbunden werden. Ziel sind "lernende Organisationen" mit selbst verantworteten und kommunizierbaren Wissenskonstruktionen der Mitarbeiter.

Wissenskonstruktionen

Wir sehen die Welt mit unseren Augen, fühlen sie mit unserem Herzen (und Bauch !) und denken sie uns so zurecht, wie es zu uns passt. Statt Beliebigkeit sucht eine konstruktivistische Sicht nach "logischen " und "anschlussfähigen" Stellen, Begriffen und Sichtweisen zwischen den individuellen Wissenskonstruktionen. Der "Einheitsglaube" an festes und richtiges Wissens, welches von einem Akteur und Kontext als "Ware" auf andere Situationen übertragen werden könnte, hat seine Berechtigung durch die Praxis verloren.

Durch die (epistemologische) Kompetenz eigene und fremde Wissenskonstruktionen in ihrer "inneren Logik" verstehen und beschreiben zu können, ist eine Wissens-Kommunikation möglich, die ihren Namen verdient.

Die Subjektive Didaktik

Die Subjektive Didaktik von Prof. Edmund Kösel ist einerseits die Antwort auf die Komplexität und Einmaligkeit von Vermittlungsprozessen. In jeder schulischen und betrieblichen Didaktik-Situation geht es um die Kunst, die Subjektivität von Lerner und Lehrendem so miteinander zu verbinden, dass gegenseitige Verständigung und persönliche Lernenergie bzw. Lernwege möglich werden. Andererseits liefert die Subjektive Didaktik das begriffliche Werkzeug, um die sachlich-fachlichen und individuell-sozialen Rahmenbedingungen solide zu beschreiben. Und sie mit bewährten Instrumenten der humanistischen Psychologie individuell verantwortet auszufüllen.

Das Konzept der Wissensarchitekturen

Individuelle und soziale Wissenskonstruktionen werden mit dem Konzept der Wissensarchitekturen nach Prof. Edmund Kösel mit fünf Dimensionen beschrieben:

Die Wissensarten - Wissen muss nützlich sein. Die jeweilige Wissensart beschreibt den pragmatischen Nutzen. Behauptungswissen generiert eine anderen Nutzen als Interpretationswissen oder theoretisches Wissen. ( wir unterscheiden ca. 60 Wissensarten)

Die Wissenslogiken - Wissen muss sinnvoll und logisch sein. Um eine bestimmte Wissensart verwenden zu können, muss ich wissen, wie ich zu denken, zu fühlen, zu handeln habe, um "richtig" zu liegen. Das Interpretationswissen basiert etwa auf den Logiken der Begriffsnetze, der Logik der Symbolischen Interaktion, der Logik der Redundanz etc.

Bei den Wissensogiken beziehen wir uns nicht nur auf die kognitiv-rational-binären Logiken, sondern auch auf andere Denk-, Fühl- und Handlungsweisen. Wir unterscheiden die Logiken der Beobachtung, der Handlung, des Raumes, der Zeit und des Sach-Wir-Ich-Bereiches. ( ca. 70 Logiken)

Wissenskonzepte - Wissen muss zielgerichtet sein

Wissen äußert sich zunächst immer in einer konkreten Form auf ein Ziel hin. Je nach Wissenart und deren Nutzen sind daher unterschiedliche Wissenskonzepte wahrscheinlich bzw. relevant. Die unterschiedlichen Wissenskonzepte beziehen sich auf die verschiedenen Bedeutungsgehalte. In der Oberfklächenstruktur des Wissens gibt es die Wissenskonzepte der Reproduktion, des "kognitiven Geräusches" oder der "kognitiven Überproduktion". In der Tiefenstruktur wird der subjektive Umgang mit der eigenen Wissenstruktur relevant. Durch die Wissenskonzepte der Re-De- und Neukonstruktion wird aktiv-suchend nach neuen, eigenen Wissenskonstruktionen gesucht. Durch die Wisssenskonzepte der Musterbildung bzw. Mustermodellierung werden inkorporiertes, körper- bzw.gestaltgebundenes und erfahrungsgeleitetes Wissen aktiv. In Alltags- und Handlungssituationen sind diese Wissenskonzepte elementar.

Die Wissenskontexte - Wissen muss passfähig sein.

Wissen entsteht in und für Kontexte. Diese bestimmen spezifische Relationen zu Themen, Personen und Inhalten. Die Bedeutung des Wissens ergibt sich aus den aktualisierten Relationen und nicht aus dem Wissen selbst. So muss etwa je nach Wissenskontexten die Wissensart Interpretationswissen unterschiedlich stark und nuanciert angewendet werden.

Das Wissensfeld - Wissen muss sinnvoll sein

Jede soziale Gruppe, jedes Team und Betrieb muss nach internen Regeln entscheiden, welche Wissensart, welche Wissenslogiken, Wissenskonzepte und Wissenskontexte für sie welche Bedeutung haben. Der Sinn eines Wissensfeldes ist die Begrenzung von Sinn. Die Entscheidungen eines Wissensfeldes werden zu einem großen Teil unbewusst, intuitiv und erfahrungsbetont getroffen. Lernende Unternehmen schöpfen gerade hier die größten Ressourcen, da sie das "Selbstverständliche" für die Wissenskommunikation mit Hilfe der Wissensarchitektur solide aufbereiten können.

topomaps- topologische Wissenslandkarten

Die Begrifflichkeiten der Wissensarchitektur erlauben eine solide, sprach-begriffliche Wissenskommunikation. Die topomaps ermöglichen eine visuell-assotiativ-spontane Kommunikation, da sie die Komplexität, Dynamik und Individualität der Wissenskonstruktionen veranschaulicht.


   
 
 
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